Grüße von der Tannen Alm

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Nach knapp 11 Stunden Fahrt, einige Baustellen sorgten für Schleichtempo, erreichten wir den Gasthof Tannen Alm. Verschwitzt und etwas abgekämpft nahmen wir die Zimmerschlüssel in Empfang, kurze Dusche und dann ging es ab zum Abendessen, das in Österreich immer sehr üppig ausfällt. Ein kühles Bier und die Strapazen der Fahrt waren vergessen. Am nächsten Tag herrlicher Sonnenschein und ab 11 Uhr stellte sich die Thermik ein. Im Geradeausflug ging es aufwärts. Und wer keine Störklappen hatte, musste im Trudelflug Höhe abbauen. Wenn man Pech hatte stieg das Modell beim Anflug wieder und das Spiel wiederholte sich. Ja, anders als im Flachland landet man mit Rückenwind hangaufwärts. Und das will gelernt sein. Einige Landungen sahen gut aus und die anderen waren verbesserungswürdig. Zum Abend war die Thermik weitläufig ausgeprägt und einige Modelle bewegten sich in fünf- bis sechshundert Meter Höhe. Der Wirt, selbst begeisterter Modellflieger, war zu dieser Zeit mit seinen Modellen aktiv, die er gekonnt flog. Nun sind schon ein paar Tage vergangen und die Sonne hat ihren Spuren auf der Haut hinterlassen. Gut zu wissen, wo die Sonnencreme lag. Aber nicht immer ist alles eitel Sonnenschein. Das Pech verlässt einen nicht. Als erstes stieg die kleine Sony-Kompaktkamera einfach aus. (Ist noch Garantie drauf) Danach das zweite Malheur. Das Modell Thermal Instinct (3,20 m Spannweite) wurde von einem Nurflügelsegler getroffen. Beide hat es in Richtung Erde katapultiert. Pech! Aber das sollte noch nicht reichen. Der GPS-Logger flog raus und nun kann das Murmeltier navigieren. Nach einer Korrektur der Ruderausschläge am neuen Solius (Querruder vergrößert, damit die Butterflystellung besser wird) erfolgte ein Testflug. Das Modell rauschte wie von Geisterhand gesteuert nach unten. Kein Problem – auf Höhe trimmen. Nichts passiert – voll Höhe ziehen und das Teil strebt im Kurvenflug nach unten und verschwindet hinter den Tannen. Enttäuschte Gesichter! Wie das? Der flog doch schon vorher ganz gut. Nun begann die Aktion Suchen. Also ins Auto rein und die Strecke nach unten abfahren. Nichts zu sehen. Der Wirt fuhr mit dem Motorrad und schaute ebenfalls. Nach kurzer Zeit war das Modell gefunden. Es ist auf einer Terrasse „gelandet“. Der Hausbesitzer ist selbst Modellflieger und gab die Teile raus. Allerdings muss der Motor beim Aufschlag recht weit geflogen sein. Trotz Suche nicht zu finden. Aber es gibt auch Positives zu berichten. Der kleine Quadrokopter war schon häufig im Einsatz und hat schöne Aufnahmen geliefert. Die Neugierde der anderen Modellflieger war groß und in einem Fall wird das Teil bald den heimischen Bastelkeller bereichern. Ja, so ist es, wenn man reist. Es gibt immer was zu erleben. Der Gasthof Tannen Alm bietet eine familiäre Atmosphäre und ist für sein gutes Essen und stilvolle Unterkunft bekannt. Nicht umsonst ist dieser Gasthof von der Zeitschrift Modell ausgezeichnet worden. Sonnige Tage wünschen euch allen Jürgen und Wolfgang. Und vielleicht kommen im nächsten Jahr ein paar Modellflieger mit, wenn es heißt: Auf zum Modellfliegen in die Alpen!

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