Lebensraum Flugplatz

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Flugplätze bieten unterschiedliche Lebensräume, auch für anspruchsvolle und gefährdete Arten
Nur ein verhältnismäßig geringer Teil unserer Flugplatzfläche werden intensiv genutzt. Hierzu gehören die Start-, Lande- und Rollbahnen. Neben den genutzten Flächen sind überwiegen Sicherheitsflächen. Diese Sicherheitsflächen müssen offen gehalten werden. Auf Flugplätzen wird nicht gedüngt, es werden keine Pestizide ausgebracht und das Land wird nicht umgebrochen. Auf den Sicherheitsflächen wird darüber hinaus nur ein bis zwei mal im Jahr gemäht. Auch ein Naturzaun auf der Ostseite des Flugplatzes, sowie der Wildschutzzaun um den restlichen Flächen umkämmt die Gesamtfläche. Da der Flugplatz schon mehrere Jahrzente, fast ein halbes Jahrhundert mittlerweile, existiert, gilt es für die Tiere auch als stabiler Lebensraum. Dies ist für mitunter bedrohte Arten wie dem Kiebitz, Bekassine, Wiesenpieper, Braunkehlchen und Neuntöter, um nur ein paar Beispiele zu nennen, vorteilhaft, da sie sich wieder erfolgreich annisten, leben und brüten können. Wegen der luftsportlichen Nutzung haben sich in vielen Geländen schützenswerte Lebensraumtypen und Artengemeinschaften erhalten, die andernfalls längst überbaut oder anderweitig zerstört worden wären. Gerade in landwirtschaftlich intensiv genutzten Gebieten bieten Luftsportgelände Lebensraum, der in der Umgebung selten geworden ist. Flugplätze weisen hohe Lebensraumpotenziale auf, und es liegt letztlich maßgeblich an der Art der Pflege und Bewirtschaftung durch die Luftsportler, wie wertvoll aus naturschutzfachlicher Sicht das Gelände ist bzw. wird. (www.daec.de)

Gehölze

Hecken und Einzelgehölze bieten vielfältige Lebensbedingungen auf engstem Raum. Für viele Insekten, Spinnen bis hin zu Singvögeln und Kleinsäugern sind Hecken und Einzelgehölze von existenzieller Bedeutung. Kleine Gehölze und Sträucher wie Feldahorn, Hainbuche, Wilde Rose, Weißdorn und Schlehe können in Randbereichen  und Hallennähe gepflanzt werden, ohne dass der Luftsport eingeschränkt wird.

Wiesen

Wildblumenwiesen beherbergen eine große Artenvielfalt. In ihnen finden:farbenprächtige Insekten Nahrung und Schutz, kleine Säugetiere ein Zuhause und damit Falken, Bussarde und Eulen einen reich gedeckten Tisch.Flugplatzwiesen sind so wertvoll, weil sie überwiegend extensiv genutzt, nie in Äcker umgebrochen werden und damit eine langfristige, sichere Ressource sind.

Pflege

„Weniger ist mehr“ ist der Schlüssel zum Artenreichtum. Wiesen außerhalb von Roll- und Startbahnen nur ein bis zwei Mal im Jahr zu mähen und den ersten Schnitt erst im Juli durchzuführen hat viele Vorteile:Wiesenblumen und Kräuter siedeln sich an, der Verein spart Zeit und Geld und die Kinderstube von Lerche und anderen Bodenbrütern bleibt erhalten.Sich selbst überlassene Flächen erscheinen unordentlich – für Tiere und Pflanzen sind sie ein Gewinn. Tipps zur Pflege und Entwicklung von Lebensräumen auf dem Flugplatz und zur Auswahl von Gehölzen geben Naturschutzverbände und -ämter.

Feuchtflächen und Tümpel

Staunasse Bereiche auf Flugplätzen sind der Lebensraum stark bedrohter Pflanzen- und Tierarten. Orchideen, Seggen und Binsen, Libellen und Amphibien haben hier sichere Rückzugsflächen. Kleine Tümpel oder Feuchtflächen außerhalb der Betriebsflächen, die im Wesentlichen sich selbst überlassen werden, bereichern die Artenvielfalt eines Flugplatzes.

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